SLRG / Seerettung Arbon

Geschichte

2012

In der Saison 2012 haben wir unsere neue Steganlage komplettiert. Die Befestigungen für die Taue wurden angepasst und mit Schwimmern versehen, so dass sie immer auf gleicher Höhe sind. Auch eine stabile Holzkiste wurde auf der Steganlage montiert, wo wir wieder etwas Material lagern können, welches schnell zur Hand sein muss für allfällige Einsätze. Für die Einsätze bei Dunkelheit installierten wir 2 LED-Scheinwerfer so, dass die Scheinwerfer mit dem Steg bzw. dem Wasserstand auf und ab fahren. Somit ist die immer gleiche Ausleuchtung der Steganlage gewährleistet was uns das Arbeiten rund um die Boote sehr erleichtert. Auch einen Wasseranschluss mit einem Haspel wurde installiert, damit die Boote schnell und ohne grosse Mühe abgespritzt werden können. Das Schlauchboot (MS Pollux) bekam eine neue Persenning.

2011 / 2012

Über die Wintermonate wurde die MS Sirius ausgewassert für eine Generalüberholung. Es wurde nebst den jährlichen Wartungen an den Motoren und dem Generator auch das Optische aufgefrischt. Zuerst entfernten wir sämtliche Gerätschaften auf dem Dach (Radar, GPS, Wärmebildkamera, usw.) und auch die Beschläge rund um das Boot mussten demontiert werden. Dann folgte der Ausbau aller Scheiben. Denn sie wurden mit den Jahren immer undichter. Nachdem alles Abmontiert und Ausgebaut war, begann die eigentliche Arbeit. Die ganze Aussenseite des Bootes wurde abgeschliffen und die Aufkleber mühsam entfernt. Danach wurde das Unterwasser schwarz, die Schale und der Aufbau orange/weiss lackiert. Auch die Beschriftung haben wir den internationalen Rettungseinheiten angepasst. Neu steht "SAR" anstelle des SLRG Logos vorne auf dem Bug. Dies bedeutet: SEARCH AND RESCUE. Mit diesem neuen Look erhoffen wir uns, dass man das Boot bei einem Einsatz besser/schneller sieht. Auch werden wir sicher etwas mehr Auffallen als bisher, was hoffentlich einen guten Werbeeffekt nach sich zieht und den einen oder andern dazu bewegt, uns mit seinem Gönnerbeitrag zu unterstützen.

2010

In dieser Saison haben wir in die Sicherheit investiert und noch eine weitere technische Errungenschaft installiert. Nämlich eine Wärmebildkamera der Firma FLIR. Diese ermöglicht uns, in völliger Dunkelheit Menschen, Boote oder sonstige Gegenstände hell und scharf sehen zu können. Das Gerät macht das für's menschliche Auge nicht sichtbare Infrarot-Licht sichtbar. Darum ist es auch möglich, in der Dämmerung oder auch tagsüber scharfe Bilder zu sehen, was mit einem Restlichtverstärker nicht möglich wäre. Die Wärmebildkamera ist komplett von innen bedienbar und kann 360° Grad geschwenkt werden. Auch ein Zoomfaktor (4-fach) gehört zur Ausrüstung.

2008 / 09

Da in der Saison 2008 der Radar seinen Geist aufgab, musste ein neues Gerät evaluiert werden. Es wurden diverse Systeme von Feuerwehrbooten, von der Seerettung Rorschach usw. angeschaut. Schnell wurde bemerkt, dass die neuen Geräte nicht mehr kompatibel sind mit den vorhanden älteren. Deshalb wurde in hunderten von Fronstunden die MS Sirius innen komplett umgebaut. Der ganze Steuerstand und der komplette Navigationspult wurden neu konstruiert und in der Werft von Fredy Blust über die Wintermonate umgebaut. Die Sirius bekam einen neuen Simrad-Radar und zwei miteinander gekoppelte GPS/Radar-Karten-Plotter. Im gleichen Arbeitsgang wurde auch die Gelegenheit benutzt, nicht mehr benötigte Instrumente zu entfernen und die noch übriggebliebenen bzw. die neuen Instrumente neu zu platzieren. Der ganze Innenausbau, welcher nicht ersetzt wurde, ist geschliffen und neu lackiert worden. Parallel wurde die ganze elektrische Installation überarbeitet. Auch da gabs diverse Kabel und Relais, welche entfernt wurden, weil niemand mehr wusste, wozu sie früher mal dienten. Nach diesem gigantischen Umbau erstrahlt die MS Sirius wieder in ihrem vollen Glanz und ist wieder einsatzbereit für die kommende Saison.

2005

In Dienststellung der "MS Pollux II".

1999

In Dienststellung der "MS Pollux" nach einer Umbauphase von 700 Fronstunden unserer Mitglieder.

1989 / 1990

Taufe der "MS Sirius" nach einer längeren Evaluationsphase.

1981 /1982

Im Winter 81/82 wurde die "MS Mars" im Schädlerareal der Arboner Gemeinde eingestellt und in rund 750 Frondienststunden überholt und umgebaut. Das Boot erhielt ein neues Aluminiumverdeck. Die alte, 6-teilige Holzfront wurde durch eine zweiteilige Alufront mit Securitscheiben ersetzt. Der gesamte Führerstand wurde um 15 cm erhöht, das Aussenschiff erhielt eine neue Lackierung und einen neuen Schriftzug. Nach dieser grossen Ueberholung erstrahlte das Motorschiff "Mars" in neuem Glanz und in neuer Form, die es bis heute beibehalten hat.

1977

1977 wurde das Motorschiff "Mars" von der SLRG Arbon für 10'000 Franken gekauft. Der neue Einsatzbereich war im weiteren Sinn nach wie vor der Personentransport, nur nicht mehr zum Zeitvertreib sondern als Rettungsboot. Um das Boot rettungstauglich zu machen, wurde in vielen hundert Fronstunden das Motorschiff für seinen Zweck umgebaut und ausgerüstet.
Im selben Jahr kam das Rettungsboot der SLRG Arbon erstmals zum Einsatz. In all den Jahren, bis zu seinem erneuten Umbau, leistete das Motorschiff "Mars" der SLRG Arbon gute Dienste; dies nicht nur für den Rettungszweck, sondern auch als Ausgangsbasis für Taucheinsätze im offenen Gewässer, als Start- und Zielschiff bei verschiedenen Regatten und nicht zuletzt auch in seinem ursprünglichen Zweck, als Ausflugsschiff.

6. Juni 1977

Durch die sehr guten Beziehungen zu Herrn Arthur Zels gelang es dem Vorstand unter dem damaligen Präsidenten am 6. Juni 1977 den Kaufvertrag für das Schiff "MS Mars" zu unterzeichnen. Bevor dieser Entschluss gefasst war, wurde an der vorgängigen Generalversammlung ausgiebig und kritisch darüber diskutiert. Trotz den aufwendigen Umbauarbeiten hatte sich der Kauf des Rettungsbootes "Mars" gelohnt. In verschiedenen Phasen wurde ein revidierter Saurer Dieselmotor mit neuem Wendegetriebe eingebaut, Führerstand modernisiert und Vorderdeck erneuert. Ausgerüstet wurde die "MS Mars" mit Rettungsmaterial, 2 Suchscheinwerfern, Funkanlage und mit einer Motorspritze für Löscheinsätze. Über 100 Ernsteinsätze bei Sturm, Nacht und Nebel bestätigen die Notwendigkeit unseres Seerettungsdienstes.

Der erste Materialraum bestand aus einem Gartenhäuschen hinter dem Hotel Rotes Kreuz, welches bald zu klein war. In der Nähe vom Hafen erhielten wir einen privaten Materialraum für Tauch- und Rettungsmaterial. Nur kurze Zeit konnten wir im neuerstellten Hafengebäude das zusätzliche Material einstellen. Von der Behörde erhielten wir damals die ungenützte Schädlerrondelle. Wir konnten uns einen angenehmen Clubraum, ein Materiallager sowie eine provisorische Werkstatt und Winterlager für unser Rettungsboot einrichten. Eine grössere Zügelaktion fand im August 1983 statt. Der uns zur Verfügung gestellte finstere Keller präsentierte sich damals dank grossem Einsatz unserer Mitgliedern und Spendern in einem geräumigen und sehr heimeligen Clublokal. Für die unterhaltsarbeiten am Schiff "MS Mars" konnten wir damals den oberen Schädlerraum benützen.

Die SLRG Arbon hat in den ersten 20 Jahren ihre Aufgaben mit ihren Mitgliedern und den vorhandenen Mitteln laut Statuten bestens erfüllt. Wir bezwecken weiterhin die Vermittlung und Förderung sachgemässer Kenntnisse und Fertigkeiten im Rettungsschwimmen und Lebensrettung aus Seenot.

Motorschiff "MS MARS"
Dieses Motorschiff wurde 1921 in der Ehrhardswerft in Berlin-Spandau gebaut. 1922 konnte es vom Stapel laufen und wurde auf den Namen "Mars" getauft. Das von Gustav Zels (Bootsvermieter in Arbon) in Auftrag gegebene Boot wurde für den Ausflugsverkehr auf dem Bodensee verwendet. Mit seinem Platzangebot für 60 Personen leistete es während rund 55 Jahren gute Dienste.

26. März 1965 Gründungsversammlung der SLRG Sektion Arbon.

Bereits im 1. Jahr wurde mit den neu brevetierten Mitgliedern eine Demonstration durchgeführt. Das Sommertraining war und blieb bis heute im Schwimmbad Arbon. Das Wintertraining besuchten wir in den ersten Jahren zusammen mit der Sektion Romanshorn jeweils am Sonntagnachmittag im Hallenbad Konstanz. Nach einigen Jahren wurde das Training ins Hallenbad Altstätten und ab 1984 nach Wittenbach verlegt. Konstant wurden die Jugend und Brevet 1 Kurse durchgeführt.
Bereits in den ersten Jahren wurde das Gerätetauchen geübt. Die ersten Kurse wurden durch den Manta Tauchclub St.Gallen durchgeführt. Mit Willi Tanner und Peter Binkert zusammen mit der Tauch- und Forschergruppe St. Gallen wurde das Tauchen intensiv gefördert.

Der Seerettungsdienst wurde ohne jegliche Eigenmittel organisiert. Um zu den Seenoteinsätzen zu fahren musste das Zollboot, meistens aber die Boote der Firma Zels AG die Motorschiffe "Mars", "Arbor Felix" und "Zeboli" herhalten. War keines der Boote verfügbar fuhr man selbst mit privaten Booten zum Einsatzort.